12.04.2015

Anna Ruhe - Seeland

Seeland
Per Anhalter zum Strudelschlund.

Max freut sich so gar nicht über seine neue Heimat auf dem Land. Er möchte wieder zurück nach London und dort nach seinem Vater suchen. Im Atelier seiner Mutter hat er einen seltsamen Briefumschlag gefunden und macht sich auf, die Adresse zu suchen. Doch bevor er dazu kommt, fällt der kleinen vorlauten Dorfbewohnerin Emma der Brief in den Brunnen. Dort unten entdecken sie den Weg zu einer anderen Welt - Seeland. Und komischerweise gibt es hier auch Hinweise auf Max's Vater...

Auf der Suche nach seinem Vater treffen Max und Emma auf Meerjungfrauen, Piraten, neue Freunde und neue Feinde. Seeland wird von einer Diktatur beherrscht, deren Mitglieder man nicht sehen kann und die mit Nebel Widerständler abholt und irgendwo hinbringt. "Die Schaar" hat wahrscheinlich auch den Vater von Max gefangen. Und so machen sie sich mit Hilfe eines einheimischen Jungen auf, die letzten Ecken von Seeland abzusuchen.

Eine spannende, fantastische Geschichte. Wohin der Diktator zum Schluss verschwindet, bleibt unklar. Manchmal ist es etwas zu belehrend und aufklärend, wenn Emma kräht "Die Politker, die bei uns am lautesten sind, haben am meisten zu sagen.", der einheimische Junge fragt: "Meinst Du, dass das wirklich so ist?" und Emma betreten schweigt ...
Anfangs ein wenig holprig geschrieben, ist es ein tolles Buch mit einer tollen Geschichte.
Ob eine Reihe geplant ist, ist unklar, ich hoffe nicht. :) Man muss ja nicht jedes gute Buch ausdehnen ... ;)

Arena, 2015
288 Seiten
ab 10 Jahren

erscheint im Juni 2016 als Taschenbuch

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