16.04.2016

Erna Sassen - Das hier ist kein Tagebuch

Boudewijn (16) war 9 Jahre alt, als seine bipolare Mutter in eine Psychiatrische Anstalt kam. Anderthalb Jahre später warf sie sich vor einen Zug, ihr Tod ist jetzt fünf Jahre her. Vor vier Wochen, zum siebten Geburtstag seiner kleinen Schwester, war er mit ihr auf dem Friedhof. Seitdem schmerzt ihn jede Bewegung, er ist müde, mag nicht mehr essen und reden schon gar nicht. Er bleibt den ganzen Tag im Bett liegen und wird geplagt von verschiedenen Ängsten und sich kreisenden Gedanken.
Jetzt, am 8. Februar, hat sein Vater ihm ein Ultimatum gestellt: Entweder er schreibt jeden Tag etwas in dieses Heft und hört klassische Musik, oder er würde auch in eine Anstalt eingewiesen. Also beginnt er .. und auch, wenn er sich sträubt, es hilft ...

Sehr direkt, sehr im Tagebuchstil und sehr aufwühlend. Die Emotionen, die sich Bahn brechen, sind sehr gut erzählt und auch typologisch in Szene gesetzt. Einige von den Problemen sind schüchternen pubertierenden Jugendlichen sicher bekannt, andere wohl eher nicht. Das macht eine gute Mischung.

Verlag Freies Geistesleben, 2015
183 Seiten
ab 14 Jahre

Vorgeschlagen für den Jugendliteraturpreis 2016 in den Kategorien "Preis der Jugendjury" und "Jugendbuch".

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