23.07.2017

Estelle Laure - Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Lucille (17) ist in der letzten Schulklasse, als ihre Mutter beschließt, eine Pause von allem zu machen. Jetzt ist sie mit ihrer Schwester Wren (10) allein, denn bereits vor den großen Ferien ist ihr Vater, ein ehemaliger Rockmusiker, ziemlich durchgedreht und hat sich in die Psychiatrie verabschiedet.
Und zu allem Überfluss verliebt sich Lucille in den Zwillingsbruder ihrer langjährigen besten Freundin, der eine Freundin hat.

Ein hübsch komponierter Liebesroman über eine Zeit voller Chaos, von der man glaubt, es könne nicht noch schlimmer kommen. Die Figuren werfen der Protagonistin vor, sie würde nur jammern und nur an sich denken - ich frage mich, wer das nicht tun würde bei so einer Konstellation...
Aber man kann trotz aller Dramatik und Verruchtheit eine Art Happy End erahnen und das jugendliche Herz tut einen großen Seufzer der Erleichterung.

Es ist keine sehr leichte Lektüre, wie man jetzt dem Inhalt entnehmen könnte, aber es ist auch keine neuartige, jugendbuchpreisverdächtige Entdeckung. Das Buch tut keinem weh.
Mich persönlich hat die Figur der Lucille ein wenig genervt, die mit ihrem "ogottogott" ziemlich bieder, verklemmt und/oder dauerhaft überfordert klang.

Fischer Jugendbuch, 2016
256 Seiten

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