27.11.2017

Roald Dahl - Sophiechen und der Riese

Sophia (10) wohnt in einem Waisenhaus. Sie liegt nachts wach und kann nicht einschlafen. Da sieht sie ein großes, dünnes Männchen die Straße entlang gehen und lautlos mit der Trompete in die Schlafzimmerfenster zielen. Als sie merkt, dass es sie entdeckt hat, ist es schon zu spät. Der gute Riese GuRie nimmt sie mit ins Riesenland.
Dort entdeckt sie die anderen Riesen und erfährt, dass diese sich vom Menschen ernähren. Das darf nicht sein! Sie fasst mit GuRie einen Plan, wie sie gestoppt werden können ...

Ein Klassiker unter den Kindergeschichten. Die Story ist so liebevoll und lustig erzählt, dass sie auch schon Kindern in der Grundschule vorgelesen werden kann, weil es ein Happy End für die Menschenfresser, den GuRie und Sophiechen gibt. Das Buch besticht vor allem durch Sprachwitz, denn die Riesen "durften niemals eine Schule besuchen", weswegen sie nicht richtig sprechen und schreiben können - so sprechen sie beispielsweise von "menschlichen Leberwesen". Besonders der Wortsalat des GuRie ist oft sehr witzig und poetisch zugleich. Das macht die Geschichte zu einem All-Ager, denn Erwachsene finden die Zweideutigkeiten und Hinweise vieler Wortspiele.

Roald Dahl widmete das Buch seiner Tochter Olivia, die 1962 im Alter von sieben Jahren an Masern starb.
Das Buch erhielt 1985 den Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch.

Erstveröffentlichung: 1982 (GB), 1984 (BRD)
Neuauflage gebunden: 03/2016
Neuauflage Taschenbuch: 05/2017
Ausgabe mit Filmfotos und Filmcover: 06/2016
256 Seiten
ab 8 Jahre (Neuauflage laut Rowohlt ab 10 Jahre)

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